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Ilja Walerjewitsch Jaschin

Ilja Walerjewitsch JaschinJaschin

PORTRAITS
Alexander Ryhorawitsch Lukaschenko
 

Lukaschenko

  • Präsident von Belarus
  • Abschluss in Geschichte und Wirtschaft
  • Geburtsort: Kopys
  • Geburtstag: 30. August 1954


Sein unrühmlicher Titel „letzter Diktator Europas“ verdeutlicht, welchen Ruf Lukaschenko besitzt. Seit fast 20 Jahren regiert er Belarus mit eiserner Hand, wobei seine größte Stärke die Schwäche und Zersplitterung der Opposition ist. Von Stefan Bernhardt

Vor seiner politischen Karriere in den 90ern war Lukaschenko in der sowjetischen Armee und in der Landwirtschaft tätig. 1990 wurde er in den obersten Sowjetrat von Belarus gewählt, wo er 1991 als einziger belarussische Abgeordneter gegen das Abkommen zur Auflösung der Sowjetunion sowie die Etablierung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten stimmte. Als Vorsitzender des Anti-Korruptions-Rates machte er sich schließlich 1993 einen Ruf als Korruptionsbekämpfer.

Er bezichtigte im selben Jahr unter anderem Stanislaw Schuschkewitsch, den damaligen Parlamentsvorsitzenden und amtierender Präsident von Belarus, der Korruption. Die darauf folgende Vertrauensabstimmung verlor Schuschkewitsch, was ihn für die Präsidentschaftswahlen des Jahres 1994 politisch schwächte.

Den Wahlsieg erlangte 1994 stattdessen Lukaschenko mit 45,1 Prozent in der ersten Wahlrunde, die Stichwahl gewann er schließlich mit 80,1 Prozent. Lukaschenko nutzte seine Präsidentschaft für den eigenen Machtausbau. Bereits zwei Jahre später erweiterte ein Referendum seine präsidiale Macht. Im Westen sorgte es für politische Entrüstung, da sowohl das Ergebnis als auch die Legitimität des Referendums angezweifelt wurden. Eine erneute Verfassungsänderung zu Gunsten des Präsidenten 2001 hob die Begrenzung von zwei Amtszeiten auf.

Die Repressionen gegen die Opposition oder Anders-Denkende nahm stetig zu und isolierten das Land: Menschen verschwinden in Gefängnissen, Anwendung von körperlicher Gewalt, die Behinderung des politischen Gegners und Wahlbetrug. Trotz wiederkehrender Proteste gegen Lukaschenko, scheint seine politische Macht bislang unanfechtbar zu sein. Die Opposition in Belarus ist eine von Lukaschenkos Stärken. Aufgrund ihres zu schwachen Rückhalts in der Bevölkerung und ihrer Zersplitterung kann sie seine Macht bislang nicht gefährden.

Biografie

  • 1975-1977: Dienst beim Grenzschutz
  • 1980-1982: Offizier der 120. Panzerkompanie der sowjetischen Armee
  • 1982-1985: Stellvertretender Vorsitzender eines landwirtschaftlichen Kollektivs
  • 1985: Sekretär der Schklower Kolschosen Komitees
  • 1987-1994: Direktor der Gorodetser Kooperativen Farm in Schklow
  • 1990: Wahl in den belarussischen Obersten Sowjet
  • 1993: Vorsitzender des Anti-Korruptionskomitees des belarussichen Parlaments
  • 1994: Zum ersten gewählten Präsidenten von Belarus gewählt mit 45,1 Prozent der Stimmen in der ersten Runde und 80,1 Prozent in der zweiten Runde
  • 2001: Wiedergewählt mit 75,65 Prozent der Stimmen
  • 2006: Wiedergewählt mit 93,5 Prozent der Stimmen, Lukaschenko ließ 86 Prozent verkünden
  • 2010: Wiedergewählt mit 79,67 Prozent der Stimmen

Interessantes

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Bild (Quelle):  Presidencia de la República del Ecuador / Creative Commons-Lizenz