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Alexej Anatoljewitsch Nawalny

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PORTRAITS
Giorgi Margwelaschwili
 

Margwelaschwili

  • Präsident von Georgien
  • Abschluss und Doktor in Philosophie
  • Geburtsort: Tiflis
  • Geburtstag: 04. September 1969


Micheil Saakaschwili ist weg, das Amt des Präsidenten zu Gunsten des Regierungschefs reformiert, aber Margwelaschwilis Wahlsieg ist nicht nur für den Philosophen der bislang wichtigste Moment seiner Karriere, sondern auch für Georgien. Trotzdem ist er eher ein Unbekannter. Von Stefan Bernhardt

Seine Tätigkeit als Politiker begann erst 2012 in Bidsina Iwanischwilis Partei Georgischer Traum. Davor war er Rektor am Georgischen Institut für Öffentliche Angelegenheiten. Durch den Sieg bei den Parlamentswahlen von Iwanischwilis Georgischem Traum im Oktober 2012 machte Margwelaschwilis politische Karriere innerhalb kürzester Zeit große Fortschritte. Im neuen Kabinett wurde er zum Minister für Bildung und Wissenschaft ernannt, bereits im Februar 2013 ernannte ihn Regierungschef Iwanischwili zum ersten stellvertretenden Regierungschef.

Einige Monate später konnte er sich die Position des Präsidentschaftskandidaten für den Georgischen Traum sichern. Nachdem er im Mai 2013 von seiner Partei aufgestellt wurde, trat er im Juli von seinem Ministerposten zurück, um dem eventuellen Vorwurf zu entgehen, er nutze die finanziellen Mittel seines Ministeriums für seinen Präsidentschaftswahlkampf. Seine Positionen im Wahlkampf sind im Prinzip eine Fortsetzung derer, welche die Partei Georgischer Traum bereits 2012 bei den Parlamentswahlen vertrat: bessere wirtschaftliche Lebensverhältnisse sowie eine ausbalancierte Außenpolitik zwischen Moskau und dem Westen.

Seine neue Position als Präsident stellt für ihn aber eine große Herausforderung dar; nicht nur, weil er als ein fast Unbekannter in den Präsidentschaftswahlkampf ging, sondern auch wegen der neuen politischen Realitäten. Saakaschwili änderte gemeinsam mit seiner Partei bereits vor den Parlamentswahlen 2012 die Verfassung so, dass sich die Machtverhältnisse zu Gunsten des Regierungschefs wandelten und dieser der eigentliche Machthaber des Landes wird. In Kraft tritt dies nach den Präsidentschaftswahlen 2013. Ob sich Margwelaschwili als ein von Iwanischwili unabhängiger Präsident profilieren kann oder Anhängsel des Regierungschefs wird, zeigt sich mit seiner Präsidentschaft.

Biografie

  • 1992: Abschluss in Philosophie an der Staatlichen Universität Tiflis
  • 1993 - 1994: Post-graduale Ausbildung an der Zentraleuropäischen Universität in Budapest am Institut für Philosophie
  • 1993 - 1996: Post-graduale Ausbildung an der Georgischen Akademie der Wissenschaften
  • 1998: Verleihung der Doktorwürde in Philosophie an der Staatlichen Universität Tiflis
  • 2000 - 2006: Rektor am Georgischen Institut für Öffentliche Angelegenheiten
  • 2003: Beitritt zum oppositionellen Wahlblock Burjanadze-Demokraten
  • 2006 - 2010: Chef der Forschungsabteilung des Georgischen Instituts für Öffentliche Angelegenheiten
  • 2008: Vorstandsmitglied in Burjanadzes Think-Tank Stiftung für Demokratie und Entwicklung
  • 2010 - 2012: erneut Rektor am Georgischen Institut für Öffentliche Angelegenheiten
  • 2012: Öffentliche Unterstützung Iwanischwilis Partei Georgischer Traum
  • 2012 (Oktober): Ernennung zum Minister für Bildung und Wissenschaft
  • 2013 (Februar): Ernennung zum ersten stellvertretenden Regierungschef
  • 2013 (Mai): Ernennung zum Präsidentschaftskandidaten der Partei Georgischer Traum
  • 2013 (Juli): Rücktritt als Minister für Bildung und Wissenschaft
  • 2013 (Oktober): Wahl zum Präsidenten von Georgien

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