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Wladislaw Jurjewitsch Surkow

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PORTRAITS
Micheil Saakaschwili
 

Micheil Saakaschwili

  • ukrainischer Gouverneur und
    ehemaliger Präsident von Georgien
  • Abschluss in Jura
  • Geburtsort: Tiflis
  • Geburtstag: 21. Dezember 1967


Saakaschwili prägte Georgien seit der Rosenrevolution 2003 sowohl im positiven als auch negativen Sinne. 2013 endet verfassungsgemäß seine Präsidentschaft. Seine Befürworter sehen ihn als Retter Georgiens, seine Gegner als machthungrigen Populisten. Von Stefan Bernhardt

„Mischa“, wie ihn seine Anhänger nennen, begann seine politische Karriere in Georgien praktisch erst unter dem ehemaligen Präsidenten Eduard Schewardnadse. Als Mitglied in Schewardnadses Partei Georgische Bürgerunion wurde er 1995 ins georgische Parlament gewählt. Von 2000 bis 2001 hatte er sogar das Amt des Justizministers inne. Er trat jedoch von seinen Ämtern zurück und verließ die Georgische Bürgerunion, nachdem er Regierungsmitglieder ebenso wie ranghohe Beamte der Korruption bezichtigte, dies aber ohne Folgen blieb. Seine Anhänger sehen darin die Bestätigung seiner Rolle als Korruptionsbekämpfer, seine Kritiker dagegen einen gescheiterten Versuch, Macht zu gewinnen.

Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung gründete Saakaschwili seine eigene Partei, die Vereinigte Nationale Bewegung. Während der Rosenrevolution 2003, die in Folge manipulierter Parlamentswahlen zu Gunsten von Schewardnazes Georgischer Bürgerunion erfolgte, war er einer ihrer wichtigsten Wortführer. Nach der Erstürmung der ersten Sitzung des neu gewählten Parlaments durch die Opposition, trat Präsident Schewardnadse zurück. Bei den erneuten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2004 wurde Saakaschwili zum Präsidenten gewählt und seine Partei der Vereinigten Nationalen Bewegung dominierte das Parlament.

Umjubelt wurde Saakaschwili für die Wiederherstellung der inneren Sicherheit, seine Korruptionsbekämpfung sowie seine pro-westliche Außenpolitik. Sein aggressives Vorgehen gegenüber den abtrünnigen Gebieten Abchasien und Südossetien verschlechterte jedoch sowohl das Verhältnis zu ihnen als auch zu Russland, was 2008 in einen Krieg mit Russland mündete. Innenpolitisch unterdrückte er die Opposition und ging mit Gewalt gegen Demonstrationen. Dennoch hat er den ersten friedlichen Machtwechsel in Georgien erreicht indem er die Niederlage bei den Parlamentswahlen 2012 akzeptierte, damit bleibt ihm nach seiner Präsidentschaft 2013 keine Chance auf ein hohes Regierungsamt.

Biografie

  • 1995: Arbeitete bei der Anwaltskanzlei Patterson, Belknap, Webb & Tyler in New York
  • 1995: Ins georgische Parlament gewählt für die Partei Georgische Bürgerunion
  • 2000: Wurde Vize-Präsident der parlamentarischen Versammlung des Europarates
  • 2000 - 2001: Justizminister, Saakaschwili setzte einige große Reformen durch und beschuldigte Regierungsmitglieder der Korruption. Er trat 2001 zurück und trat aus der Georgischen Bürgerunion aus.
  • 2001: Gründet die Partei Vereinigte Nationale Bewegung
  • 2002: Wird zum Vorsitzenden des Stadtrates von Tiflis
  • 2003: Rosenrevolution angeführt von Saakaschwili und Zurab Zhwania nach Wahlfälschungen bei den Parlamentswahlen zu Gunsten von Schewardnases Georgischer Bürgerunion
  • 2004: Zum Präsidenten gewählt mit 96 Prozent der Stimmen
  • 2004: Die Vereinigte Nationale Bewegung gewinnt die Parlamentswahlen mit 67 Prozent
  • 2008: Zum Präsidenten Wiedergewählt mit 53,5 Prozent der Stimmen
  • 2008: Die Vereinigte Nationale Bewegung gewinnt die Parlamentswahlen mit 59,18 Prozent
  • 2008: Russisch-Georgischer Krieg
  • 2012: Die Vereinigte Nationale Bewegung verliert die Parlamentswahlen mit 40,34 Prozent gegen die Partei Georgischer Traum von Bidzina Iwanischwili mit 54,97 Prozent
  • 2015: Ernennung zum ukrainischen Gouverneur vom Oblast Odessa

Bild- und Nutzungsrechte

Artikelnutzung

Bild (Quelle): European People's Party / Creative Commons-Lizenz