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Bidsina Iwanischwili

Bidsina IwanischwiliIwanischwili

PORTRAITS
Nursultan Nasarbajew
 

Nasarbajew

  • Präsident von Kasachstan
  • Abschluss in Metallurgietechnik
  • Geburtsort: Tschemolgan
  • Geburtstag: 06. Juli 1940


Er regiert Kasachstan, das ökonomische Zugpferd Zentralasiens, seitdem es im Jahre 1991 unabhängig wurde. Während seiner Präsidentschaft war es ihm möglich, Kasachstans Petrodollar für eine schnelle Modernisierung des Landes zu nutzen, das Kapital umzuverteilen sowie einen multiethnischen und multikulturellen Staat aufzubauen. Nasarbajew ist allerdings ein demokratisch gewählter Diktator. Von Roy Yu

Nasarbajew entstammt einer armen Familie aus Tschemolgan, einem ländlichen Ort in der Nähe von Almaty, der ehemaligen Hauptstadt des Landes. Sein Vater arbeitete für eine örtliche wohlhabende Familie, bis die Farm dieser Familie im Zuge von Stalin Kollektivierungspolitik in den 1930er Jahren konfisziert wurde.

Nasarbajews erster Aufstieg zur Macht begann 1984, als er Vorsitzender des Ministerrates wurde, unter Dinmuchamed Kunajew, dem Ersten Sekretär der Kommunistischen Partei der SSR Kasachstan. Nach lediglich fünf Jahren ersetzte er Kunajew, eine Position, die er bis 1991 für insgesamt zwei Jahre innehatte. Am 01. Dezember 1991 gewann er die Präsidentschaftswahlen, welche ihn zum ersten Präsidenten des neuen unabhängigen Staates Kasachstan machten.

Dank der Entdeckung von Ölreserven in Kasachstan war Nasarbajew in der Lage, das Land schnell zu modernisieren: beispielsweise wurden moderne Wolkenkratzer gebaut, die Bildung ebenso wie die Alphabetisierung gefördert, Frauen dazu ermutigt, sich an der Politik zu beteiligen und es wurde verschiedenen ethnischen Gruppen erlaubt, in dem Land friedlich zu koexistieren.

Trotz seiner Leistungen beschrieb der Westen die Mangghystau- und Schangaösen-Unruhen vom Dezember 2011 als die größten oppositionellen Bewegungen in den Jahren seiner Amtszeit. Während der Demonstrationen in Schangaösen, einer Öl-Stadt, wurden 15 Menschen erschossen, während hunderte weitere verwundet wurden. Der Westen sowie einige Regierungsmitglieder beklagten ebenso, dass sein Kampf gegen die Korruption lediglich Lippenbekenntnisse seien. Seine Familie ist im Besonderen Ziel von massiven Korruptionsvorwürfen.

Im April 1995 wurde seine Amtszeit durch ein Referendum bis 2000 verlängert. Er wurde anschließend im Januar 1999 wiedergewählt und noch einmal im Dezember 2005. Internationale Wahlbeobachter erklärten aber, dass diese Wahlen nicht die demokratischen Standards erfüllten. Im Mai 2007 verabschiedete das kasachische Parlament eine Verfassungsänderung, die es Nasarbajew erlaubt, so oft wiedergewählt zu werden, wie er es wünscht. Diese Änderung gilt jedoch nur für ihn, nicht für zukünftige Präsidenten des Landes.

Biografie

  • 1960-1977: Arbeitete zeitweilig als Stahlarbeiter und Ingenieur in der Karaganda-Fabrikanlage
  • 1972-1976: Sekretär des Komitees der Kommunistischen Partei des Karaganda-Metall-Kombinats
  • 1976-1984: Zweiter Sekretär des Komitees der Regionalen Partei von Karaganda
  • 1979: Wurde zum Vollmitglied des kasachischen Politbüros
  • 1984-1989: Vorsitzender des Ministerrates
  • 1989-1991: Erster Sekretär der Kommunistischen Partei der Kasachischen Sozialistischen Sowjetrepublik
  • 1990: Zum Präsidenten der Kasachischen Sozialistischen Sowjetrepublik gewählt durch den Obersten Sowjet von Kasachstan
  • 1991-heute: Präsident von Kasachstan (1991 vom Volk gewählt, wiedergewählt 1999, 2005 und 2011)
  • 1995: Nasarbajews Amtszeit durch ein Referendum bis 2000 verlängert
  • 2007: Eine Verfassungsänderung hebt für Nasarbajew die Limitierung der Amtszeiten auf
  • 2010: Das Parlament verleiht Nasarbajew den Titel “Führer der Nation” und gibt ihm das Recht, wichtige Innen- und Außenpolitiken zu bestimmen, nachdem er sich zur Ruhe gesetzt hat, und garantiert ihm lebenslange Immunität vor Strafverfolgung für Taten während seiner Präsidentschaft

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