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Emomali Rahmon

Emomali RahmonRahmon

PORTRAITS
Boris Jefimowitsch Nemzow
 

Nemzow

  • russischer Oppositioneller
  • Abschluss in Strahlenphysik sowie ein Doktor in Physik
    und Mathematik
  • Geburtsort: Sotschi
  • Geburtstag: 09. Oktober 1959

Er war in den 1990ern der jüngste Gouverneur Russlands, einer der ersten Putin-Gegner und ist bis heute ein Verfechter der Privatisierung sowie der Marktwirtschaft. Nemzow hat schwere politische Zeiten erlebt. Ein Politiker, den man nie abschreiben sollte. Von Stefan Bernhardt

Nemzow galt 1997 noch als ein potentieller Jelzin-Nachfolger, der bei Umfragen bis zu 50 Prozent Zuspruch in der Bevölkerung erhielt. Nachdem er wegen der Finanzkrise 1998 als stellvertretender Regierungschef zurücktrat, gründete er 1999 eine neue liberale Partei: Union der Rechten Kräfte. Nach der erfolgreichen Dumawahl 1999, wo seine Partei auf 8,6 Prozent der Stimmen kam, folgten innerparteilichen Unstimmigkeiten zwischen Nemzow und Anatoli Tschubais. Letzterer stand für einen versöhnlichen Kurs gegenüber dem Kreml, ganz im Gegensatz zum Putin-Gegner Nemzow. Da beide in der Parteiführung waren, folgte wegen der unklaren Ausrichtung der Partei ein Wahldebakel 2003, als die Partei bei der Dumawahl nur noch drei Direktmandate gewann.

Nachdem Nemzow im Januar 2004 als Parteiführer der Union der Rechten Kräfte zurücktrat, rief er weitere Vereinigungen ins Leben. 2008 gründete er Solidarnost mit und 2010 wieder eine neue liberal-demokratische Partei, die Partei der Volksfreiheit. Solidarnost soll ein Sammelbecken für Oppositionelle sein, um sich gegen die Dominanz des Kremls zu währen. Die Partei der Volksfreiheit, die bei der Dumawahl 2011 antreten sollte, gründete er zusammen mit dem Politiker Wladimir Ryschkow. Die Partei wurde aber nicht mehr zugelassen. Unabhängig davon, wie viele Korruptionsvorwürfe gegen Nemzow erhoben wurden oder ob innerparteiliche Probleme vorlagen, er ist wie ein Stehaufmännchen, mit dem stets zu rechnen ist.

Am 27. Februar 2015 wurde Nemzow in Moskau erschossen.

Biografie

  • 1981 - 1990: Wissenschaftler am Strahlenphysikalischen Institut Gorki

  • 1990: Gewählt in den Obersten Sowjet der heutigen Region Nischni Nowgorod

  • 1991 - 1995: Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, ernannt durch Boris Jelzin

  • 1993: In den Föderationsrat gewählt

  • 1995 - 1997: Gewählter Gouverneur der Region Nischni Nowgorod

  • 1997 - 1998: Erster Stellvertretender Regierungschef der Russischen Föderation, zuständig für die Reformierung des Energiesektors

  • 1999: Mitbegründer der Partei Union der Rechten Kräfte

  • 1999 - 2003: Mit der Partei Union der Rechten Kräfte in die Staatsduma gewählt, er wurde ihr stellvertretender Sprecher

  • 2000 - 2004: Parteiführer der Union der Rechten Kräfte

  • 2004: Mitbegründer vom Komitee 2008

  • 2005 - 2006: Wirtschaftsberater des ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko

  • 2008: Mitbegründer der Bewegung Solidarnost

  • 2010: Mitbegründer der Partei der Volksfreiheit

  • 2015: Am 27. Februar in Moskau erschossen

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Portrait (Quelle): Original von Лена Лебедева-Хоофт, bearbeitet von Microchip08 / Creative Commons-Lizenz