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Wiktor Fedorowitsch Janukowitsch

Wiktor Fedorowitsch JanukowitschJanukowitsch

PORTRAITS
Julia Wladimirowna Timoschenko
 

Timoschenko

  • ukrainische Oppositionspolitikerin
  • Abschluss in Wirtschaftskybernetik und
    ein Doktor in Wirtschaft
  • Geburtsort: Dnipropetrowsk
  • Geburtstag: 27. November 1960

Erfolgreiche Geschäftsfrau, Ikone der Orangenen Revolution, Regierungschefin und inhaftierte Oppositionsführerin: Julia Timoschenko vereint viele Facetten. Während sie im Westen als schillernde Revolutionsführerin gesehen wird, betrachten die ukrainischen Bürger sie viel differenzierter. Von Stefan Bernhardt

Arbeiten muss Timoschenko heute nicht mehr, mit Video- und Gasgeschäften aus den 1990ern wurde sie zu einer Dollar-Multimillionärin. 2007 soll ihr Vermögen mehrere hundert Millionen Dollar betragen haben. Ihren Spitznamen „Gasprinzessin“ erhielt sie als Präsidentin des Energiekonzerns Vereinte Energiesysteme der Ukraine von 1995 bis 1997. Dieses Unternehmen kaufte russisches Gas und verkaufte es in der Ukraine weiter. 1998 wurde ihr Unternehmen zerschlagen und gegen sie wurde ergebnislos ermittelt.

Ihre politische Karriere dagegen begann Timoschenko erst 1996 als Mitglied des ukrainischen Parlaments, der Werchowna Rada. Unter dem damaligen Präsidenten Leonid Kutschma schaffte sie 1999 den Aufstieg in die Regierung als stellvertretende Regierungschefin, verantwortlich für Treibstoff und Energie. Ihre Bestrebungen den Energiesektor umzustrukturieren, sorgten jedoch für viel Unmut in Politik und Wirtschaft. Das führte 2001 zu ihrem Rauswurf aus der Regierung und letztlich auch zu einem Bruch mit Kutschma. Seitdem forderte sie seinen Rücktritt.

2001 gründete sie schließlich ihr eigenes Parteienbündnis, den Block Julia Timoschenko. Ferner unterstützte sie 2004 Wiktor Juschtschenko bei den Präsidentschaftswahlen gegen den Kutschma-Nachfolger Wiktor Janukowitsch. In Folge der Wahlmanipulation zu Gunsten von Janukowitsch schwang sie sich zur Ikone der Orangenen Revolution auf, die sie mit Juschtschenko anführte. Trotz der erfolgreichen Revolution kam es einige Monate später zum Bruch im orangenen Lager. Die Machtkämpfe zwischen Juschtschenko, Timoschenko und Janukowitsch stürzten das Land in politisch-chaotische Zeiten.

Dabei ging Timoschenko auch Zweckbündnisse mit Janukowitsch ein, um ihre Interessen durchzusetzen. Sie schaffte es aber nicht sich in Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gegen ihn durchzusetzen. Nach dem Janukowitsch 2010 die ukrainischen Präsidentschaftswahlen gewann, wurde sie im Oktober 2011 wegen eines unvorteilhaften Gasvertrages mit Russland zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Ein eher politisch motiviertes Urteil mit der Folge einer ungewissen Zukunft für Timoschenko, die bislang von schlechten Haftbedingungen sowie gesundheitlichen Folgen begleitet wird. Mit dem Ende der Proteste und der Absetzung von Präsident Janukowitsch wurde Timoschenko am 22. Februar 2014 aus der Haft entlassen. Bei den Neuwahlen im Mai 2014 wird sie als Präsidentschaftskandidatin antreten.

Biografie

  • 1989: Startete ihre erstes Familienunternehmen, eine Videothek in Dnipropetrowsk
  • 1991: Vorstandsvorsitzender von Ukrajinskyj bensin
  • 1995 - 1997: Präsident von Vereinte Energiesysteme der Ukraine
  • 1996: Wurde ein Mitglied der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, als Vertreterin des Bobrinsky Bezirks in der Region Kirowograd
  • 1998: In wiedergewählt Werchowna Rada mit der Liste der Hromada Partei; Kurz darauf wurde sie Vorsitzende des Haushaltsausschusses
  • 1999: Wurde eine Führerin der All-Ukrainischen Union Vaterlandspartei
  • 1999 - 2001: Stellvertretende Regierungschefin, zuständig für Treibstoff und Energie
  • 2000: Verließ offiziell das Parlament
  • 2001 (Januar): Rauswurf aus dem Kabinett und kehrte in die Werchowna Rada als Abgeordnete zurück
  • 2001 (November): Gründete den Julia Timoschenko Block. Blieb eine Führerin der All-Ukrainischen Union Vaterlandspartei
  • 2002: Der Julia Timoschenko Block erhielt 7,2 Prozent der Stimmen bei den Parlamentswahlen
  • 2004: Julia Timoschenko Block und Wiktor Juschtschenkos Block Unsere Ukraine kündigten die Schaffung der Volksmacht Koalition, um Juschtschenkos Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2004 zu unterstützen
  • 2004 (September): Russische Staatsanwälte wirbelten einen alten Fall auf und verlangten Timoschenkos Auslieferung, wegen der Bestechung von Beamten des russischen Verteidigungsministeriums im Jahr 1996; Wieder sagte Timoschenko es sei politisch motiviert gewesen, um die Opposition zu diskreditieren.
  • 2004 (November): Als Co-Anführerin der Orangenen Revolution wurde sie "Prinzessin der Orangenen Revolution" genannt und sicherte den Sieg von Wiktor Juschtschenko
  • 2005 (Januar - September): Regierungschefin der Ukraine; Gezeichnet von Konflikten innerhalb der Orangenen Koalition, wurde von Präsident Juschtschenko wieder entlassen
  • 2007 - 2010: Wieder Regierungschefin nach den Parlamentswahlen 2007; Ihre zweite Amtszeit war durch anhaltende politische Querelen und einer Verschlechterung der Wirtschaftskrise geprägt
  • 2010 (Februar): Verlor die Präsidentschaftswahlen gegen Wiktor Janukowitsch
  • 2010 (Dezember): Angeklagt wegen Missbrauchs staatlicher Gelder durch den Verkauf von Emissionsrechten während ihrer Amtszeit als Regierungschefin; Timoschenko sah es als politisch motivierten Prozess
  • 2011 (Mai): Angeklagt wegen der Unterzeichnung eines Gas-Import-Vertrages mit Russland, zu Preisen, die laut Beamten zu hoch waren; Timoschenko sagte, sie sei ein Opfer der politischen Repression
  • 2011 (Oktober): Zu sieben Jahren Haft verurteilt
  • 2014 (Februar): Entlassung aus dem Gefängnis

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Portrait (Quelle): European People's Party / Creative Commons-Lizenz