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Wiktor Fedorowitsch Janukowitsch

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PORTRAITS
Islam Abduganijewitsch Karimow
 

Karimow

  • Präsident von Usbekistan
  • Abschluss in Maschineningenieurswesen
    und Wirtschaft
  • Geburtsort: Samarkand
  • Geburtstag: 30. Januar 1938

Ein autoritärer Regierungsstil, Menschenrechtsverletzungen und Korruption sind in Usbekistan das Ergebnis von Karimows Regentschaft. Wer sich politisch oder wirtschaftlich für Usbekistan interessiert, muss seinen Präsidenten kennen, denn dieser wird den Staat wohl bis zu seinem Tod fest im Griff haben. Von Stefan Bernhardt

Karimow begann seine politische Karriere 1966, als er vom Luftfahrtingenieur zum Wirtschaftsplaner im usbekischen Planungsbüro aufstieg. Den Sprung an die Spitze der Kommunistischen Partei in Usbekistan schaffte er 1989 als Erster Sekretär. Nach der Unabhängigkeit und dem Zusammenbruch der Sowjetunion schaffte es Karimow nicht nur, sich bei den usbekischen Präsidentschaftswahlen 1991 durchzusetzen, sondern konnte seine Machtposition nutzen, um bis heute Präsident zu bleiben.

Seine Präsidentschaft ist seitdem gekennzeichnet durch Menschenrechtsverletzungen, Wahlfälschungen und Zensur ebenso wie einen autoritären bis diktatorischen Führungsstil. Massive Kritik musste Karimow vor allem für die Sicherheitsbehörden seines Staates hinnehmen, denen NGOs und die UNO immer wieder den Einsatz von Folter vorwerfen. International geriet Karimows Usbekistan durch das Andijan-Massaker 2005 in die Schlagzeilen. Dabei sollen bei einem Protest der lokalen Bürger bis zu 400 Menschen durch die Sicherheitskräfte getötet worden sein.

Innenpolitisch konnte Karimow auf diese Weise seine Macht sichern und die Opposition marginalisieren. International gelang es ihm - bis zum Andijan-Massaker -, sich als wichtiger Partner während des Afghanistan-Krieges zu etablieren. Sein hohes Alter sowie sein massives Vorgehen gegen die Opposition lassen jedoch die Frage offen, wer Usbekistan nach seinem Tod regieren wird. Nach einer Regelung innerhalb des Zirkels von Karimow sieht es nach außen hin nicht aus und die Opposition ist chancenlos.

Biografie

  • 1961 - 1966: arbeitete als Luftfahrtingenieur
  • 1966: wurde Wirtschaftsplaner des usbekischen staatlichen Planungsbüros
  • 1983: Finanzminister der Usbekischen Sowjetischen Sozialistischen Republik
  • 1986: Stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der Usbekischen Sowjetischen Sozialistischen Republik und Vorsitzender des staatlichen Planungsbüros
  • 1986 - 1989: Erster Sekretär des regionalen Parteikomitees von Kaschkadarya
  • 1989: Erster Sekretär der kommunistischen Partei Usbekistans
  • 1990: Wahl zum Präsidenten der Usbekischen Sowjetischen Sozialistischen Republik
  • 1991: Wahl zum Präsidenten des unabhängigen Usbekistans
  • 1995: ein nationales Referendum erweiterte seine Präsidentschaft bis 2000
  • 2000: Wiedergewählt für weitere fünf Jahre als Präsident
  • 2002: ein nationales Referendum erweitert seine Präsidentschaft bis 2007
  • 2005: Andijan-Massaker
  • 2007: Gewählt für eine dritte Amtszeit, obwohl die usbekische Verfassung eine dritte Amtszeit verbietet

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Bild (Quelle): Helene C. Stikkel / public domain